Pressemeldungen - Archiv

September 2015

Hotelservice im Krankenhaus

(11.09.2015) „Viele Patienten erwarten heute zurecht nicht nur eine hochwertige gesundheitliche Versorgung, sondern darüber hinaus auch eine moderne und zeitgemäße Unterbringung und eine professionelle Betreuung“, sagt Clemens Galuschka. Der Geschäftsführer vom St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde äußerte sich anlässlich der Einführung von „LUKAS deluxe“, dem speziellen Service-Konzept, das Privatpatienten ab sofort ein wohnliches Umfeld in der Qualität der gehobenen Hotelklasse anbietet.

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Die Nachfrage nach Ein- und Zweibettzimmern ist ungebrochen. Viele wollen nicht auf eine Privatsphäre verzichten, in der sie trotz stationärer Behandlung Raum für ihre persönlichen Bedürfnisse haben. Sie sind bereit, sich einen besonderen Service etwas kosten zu lassen. Auf diesen Anspruch reagiert das St.-Josefs-Hospital mit den Service-Leistungen der Marke „LUKAS deluxe“. „Wir wollen unseren deluxe-Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten“, erläutert die Leiterin von LUKAS deluxe, Beate Madaus. „Bei uns finden sie großzügige Räumlichkeiten, die zum Entspannen einladen und Ablenkung bieten.“

 

Der in einem Erweiterungsbau untergebrachte Hotelbereich verfügt über eine zweidimensionale Service- und Versorgungsstruktur, die in Dortmund einmalig ist. Der deluxe-Trakt ist auf den horizontalen Ebenen nahtlos an die bestehenden Stationen der Regelversorgung und damit an die hochwertige medizinische und pflegerische Betreuung angegliedert. Das erweiterte Service-Angebot erstreckt sich über die vertikale Achse des neuen Gebäudeteils.

 

Hier finden sich Ein- und Zweibettzimmer mit einer persönlichen Ausstattung für jeden Patienten. Bequeme Sitz- und Arbeitsbereiche, Minibar, separate Mediennutzung inklusive Blu-ray-Player und Internet sowie eigene Waschgelegenheiten mit persönlichen Ablagebereichen schaffen eine Atmosphäre, in der man sich ein wenig wie Zuhause fühlen kann. Die erforderliche Medizintechnik wird im Hintergrund bereitgehalten, ohne ins Auge zu fallen. Die Unterbringung erfolgt abseits der Untersuchungsbereiche und der alltäglichen Hektik im Krankenhaus. Sie bietet Ruhe und Erholungsmöglichkeit.

 

Im oberen Gebäudeteil ist eine klimatisierte VIP-Lounge mit zwei Dachterrassen untergebracht, die den Privatpatienten und ihren Besuchern ein gemeinsames Beisammensein in einem außergewöhnlichen Ambiente hoch über den Dächern von Dortmund ermöglicht. Mobiliar, Gestaltung, Accessoires und ein Aquarium schaffen eine wohnliche Umgebung, die vergessen lässt, dass man sich im Krankenhaus befindet. Auf einer großen Leinwand können auch Fußballspiele übertragen werden. Mahlzeiten können sowohl in der VIP-Lounge als auch auf den Zimmern eingenommen werden. Das Speise- und Getränkeangebot ist hochwertig erweitert. Nachmittags lädt ein Kuchenbüffet zur Selbstbedienung ein.

 

Den Patienten steht ein eigenständiges Service-Team mit ausgebildeten und berufserfahrenen Hotelfachkräften zur Seite. Über ein Servicetelefon können an jedem Tag im Jahr zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr alle Service- und Wunschleistungen angefordert werden, die in einem Hotel üblich sind.

 

„Bei uns wird der Patient wie ein Hotelgast behandelt“, betont die Leiterin des Service-Teams. „Unser Maßstab ist der Qualitätsstandard eines modernen Fünf-Sterne-Hotels. Wir versuchen jedem Patienten seine Wünsche zu erfüllen. Geht nicht, gibt’s nicht“ Neu eintreffende Patienten werden in der zentralen Aufnahmeabteilung in Empfang genommen und in ihr deluxe-Patientenzimmer begleitet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erklären ihnen alles, was sie für ihren Aufenthalt in LUKAS deluxe wissen müssen.

Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein

Stationäre Schmerztherapie

(04.09.2015) Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Das Angebot wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können.

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"Chronische Schmerzen, die mit den gängigen Methoden nicht in den Griff zu bekommen sind, haben nicht eine, sondern eine Vielzahl von Ursachen", weiß Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein. "Das macht es schwierig, den Betroffenen zu helfen. Mit Pauschaltherapien kann man da nicht viel erreichen."

Im Vordergrund der etwa anderthalb wöchigen stationären Behandlung steht das Bemühen, die Schmerzsituation für die Patienten so zu verbessern, dass sie in ihrem Alltag damit zurechtkommen können. Ein eingespieltes Team von Experten analysiert das komplizierte Gemisch biologischer, psychischer und sozialer Ursachen, das letztendlich in seiner Gesamtheit für die Beschwerden verantwortlich ist. In einer Schmerzkonferenz wird gemeinsam über Maßnahmen beraten, die dem Betroffenen einen erträglichen Umgang mit seinen Schmerzen ermöglichen sollen.

"Wir bieten ein komprimiertes, aktivierendes Programm, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Die begrenzte Zeit des stationären Aufenthaltes ist eine Chance für chronische Schmerzpatienten, für sich Wege zu finden, wie sie eigene Lebensqualität zurückgewinnen können. "Dabei unterstützen wir sie", verspricht Dr. Schaffstein. "Der Erfolg hängt sehr davon ab, wie die Betroffenen die angebotenen Maßnahmen annehmen und nach dem Krankenhauaufenthalt weiterführen. Letztlich bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe. Wer die Chance nutzt, wird danach besser zurechtkommen."

Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt

Knochenumstellung verzögert Prothesenbedarf

(01.09.2015) „Neue Operationsverfahren können alten Methoden zu einer Renaissance verhelfen“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Wenn wir heute zum Beispiel O-Beine korrigieren, um schmerzende Gelenke zu entlasten, können wir mit winkelstabilen Platten dafür sorgen, dass die Patienten schnell wieder auf die Beine kommen. Eine Prothese bleibt ihnen damit vorerst erspart.“

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In Zeiten, als Prothesen für Knie- und Hüftgelenke noch nicht so zuverlässig eingebaut werden konnten wie heute, waren Knochenumstellungen eine gute Methode, um den Patienten wiederholte Operationen wegen gelockerter Prothesen zu ersparen. Der Nachteil dieser Vorgehensweise bestand darin, dass die Genesung bis zur vollen Belastbarkeit sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nahm. Deshalb hat dieses Verfahren im Zuge der Optimierung der Haltbarkeit von Endoprothesen immer mehr an Bedeutung verloren.

„Heute stehen wir in der Situation, dass die Menschen immer älter werden“, erklärt Dr. Schmidt. „Das führt dazu, dass selbst 20 Jahre Haltbarkeit in vielen Fällen nicht mehr für einen lebenslangen Gelenkersatz ausreichen. Die Orthopäden würden deshalb vor allem Patienten unter 60 Jahren gerne wieder die operative Korrektur von Fehlstellungen anbieten, um die Prothesenversorgung hinauszuzögern oder vielleicht sogar ganz zu vermeiden. Wir können heute Knochenumstellungen mit Hilfe von winkelstabilen Platten so fixieren, dass die Patienten ihre Beine nach einer akzeptablen Genesungszeit schnell wieder voll belasten können.“

Fehlstellungen der Beine führen zu einer einseitigen Belastung der Gelenke, insbesondere des Knies, aber auch der Hüfte. Auf die Dauer leiden die Betroffenen unter Verschleißerscheinungen und damit einhergehenden Schmerzen. Wenn die Gelenkschädigungen noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, kann die abgenutzte Seite saniert und durch eine Knochenumstellung entlastet werden. Den zu erwartenden Effekt können Betroffene übrigens bereits im Vorfeld simulieren. „Wer bei Gelenkbeschwerden das betroffene Bein mit Gehstützen nur teilbelastet und dabei schmerzfrei wird, dem kann in der Regel durch eine Umstellung geholfen werden“, versichert Dr. Schmidt.

Knochenumstellungen gehören zum Alltagsgeschäft der Orthopäden am Kirchlinder Krankenhaus. Allerdings gilt ihre Aufmerksamkeit meistens nicht den großen Beinknochen, sondern eher den Knochen des Mittelfußes. Vorfuß-Deformationen sind im Alter ein verbreitetes Leiden. Nach einer gelenk- und funktionserhaltenden Ausrichtung der Knochen können die Patienten mit speziellen Schuhen schon nach wenigen Tagen beschwerdearm laufen.