Pressemeldungen - Archiv

Oktober 2015

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

6. Lukas-Gefäßtag

Einladung zur Vortragsveranstaltung mit Mitmachprogramm am 31.10.2015 von 11:00 bis 14:00 Uhr im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West

(26.10.2015) Wie erkennt man einen Schlaganfall? Kann man ihn vermeiden? Welche Untersuchungen dienen der Vorsorge und welche Möglichkeiten bestehen, wenn ein Risikoverdacht vorliegt? All diese Themen sind Gegenstand der Vorträge und Mitmach-Aktionen am Lukas-Gefäßtag im Kirchlinder Krankenhaus. Von 11:00 bis 14:00 Uhr informieren die Ärzte vor Ort.

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„Im Fokus stehen diesmal die Halsschlagadern“, sagt der Chirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „denn für die Vermeidung eines Schlaganfalls ist die frühzeitige Entdeckung von Engstellen und gegebenenfalls deren Sanierung unabdingbar. Selbst wenn der Patient keine Beschwerden hat, lohnt sich unter Umständen eine vorbeugende Operation.“

Am Gefäßtag wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Bürger. Neben den Vorträgen gibt es Infostände und Messplätze, an denen die Durchblutung der Halsschlagadern und der Bauchaorta oder der Blutzucker bestimmt werden.

Am Info-Tag werden alle an der Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen beteiligten Fachbereiche Frage und Antwort stehen. Im Einzelnen berichten der Kardiologe Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke über Risikofaktoren und internistische Diagnoseverfahren, der Leiter der Radiologie Dr. Jörg Reinartz über Katheter-Verfahren und Chefarzt Dr. Hinrich Böhner über chirurgische Möglichkeiten. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung wird gesorgt.

Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke
Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke

Es muss nicht immer gleich der Katheter sein

(05.10.2015) „Bei Beschwerden wie Luftnot, Engegefühl und Brustschmerzen muss abgeklärt werden, ob eine Herzerkrankung vorliegt“, sagt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Am Kirchlinder Krankenhaus verfügen wir über ein breites Spektrum von Verfahren, um den Ursachen von Herzbeschwerden auf den Grund zu gehen.“

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Die koronare Herzerkrankung geht auf Engstellen in den Herzkranzgefäßen zurück. Die typischen Symptome wie Luftnot, Engegefühl und Brustschmerzen zeigen sich vor allem bei Belastung. „Derartige Beschwerden müssen auf alle Fälle untersucht werden“, erklärt der Kardiologe. „Dabei kommt ein standardisiertes Stufenschema zum Einsatz, das am Risikoprofil des Patienten ausgerichtet ist.“

 

Alter und Geschlecht sind relevante Kriterien für das Risikoprofil. Männer haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, bereits in jüngeren Jahren eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter sind aber auch immer mehr Frauen betroffen. Die Hauptlast der Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt in der erblichen Veranlagung. Wenn Eltern oder Geschwister bereits erkrankt sind, steigt das persönliche Risiko, ebenfalls zu erkranken. Im Unterschied zu diesen nicht beeinflussbaren Aspekten, sind Faktoren wie Rauchen, Zucker und hoher Blutdruck vor allem deshalb von Bedeutung, weil diese Risiken vermeidbar sind. Die zusätzliche Untersuchung der Halsschlagadern im Ultraschall ergibt einen weiteren Hinweis auf das Vorliegen einer Verkalkung der Gefäße.

 

„Je nach Risikoprofil können wir verschiedene Verfahren einsetzen, um eine Herzerkrankung auszuschließen“, erläutert Dr. Nitschke. Zu den angebotenen Methoden gehören die EKG-Messung beim Fahrradfahren (Belastungsergometrie), bei der auch die Atemgase erfasst werden können (Spiroergometrie). Die Stressechokardiographie ist ein Ultraschall-Verfahren zur Untersuchung der Herzdurchblutung. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum die Kernspintomogaphie unter Belastung (Stress-MRT) und die Szintigraphie angeboten.

 

„Wenn die Befunde dieser Untersuchungen negativ sind, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Patient in den nächsten Jahren einen gefährlichen Herzanfall erleidet“, versichert der Chefarzt. Sehr wichtig sind diese Untersuchungen darüber hinaus im Vorfeld von Operationen, um festzustellen, ob ein Patient herzgesund ist oder ob er eine eingeschränkte Herzleistung hat. Wenn sich ein akuter Befund für Engstellen in den Herzkranzgefäßen ergibt, werden die Patienten unverzüglich in eine geeignete Weiterversorgung übergeleitet.

 

Patienten, bei denen trotz Beschwerden keine Erkrankung am Herzen festgestellt wird, können im Rahmen eines stationären Aufenthaltes gleich weiteruntersucht werden. Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der Lunge oder der Wirbelsäule können ebenfalls Luftnot, Engegefühl oder Brustschmerzen hervorrufen.

Oberarzt Thomas Patsis
Das Foto zeigt Oberarzt Thomas Patsis

Die Grippesaison hat begonnen

(05.10.2015) Wie jedes Jahr steigt mit dem Beginn der Herbsttage das Risiko, sich mit grippeartigen Krankheiten anzustecken. Vor allem bei älteren Menschen mit schlechter Konstitution und Begleiterkrankungen kann eine akute Infektion schnell einen gravierenden Verlauf nehmen. „Am St. Rochus-Hospital sind wir bestens darauf eingestellt, auch große Patientenzahlen angemessen zu versorgen“, verspricht Oberarzt Thomas Patsis.

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Wer akut erkrankt, ist natürlich erst einmal bestens bei seinem Hausarzt aufgehoben. Wenn der Allgemeinzustand des Patienten allerdings zusehends schlechter wird und die ambulante Therapie nicht anschlägt, empfiehlt sich eine Einweisung ins Krankenhaus. Dafür gibt es klare Kriterien, die vom Alter des Patienten, bestimmten Symptomen wie Atemfrequenz, Blutdruck oder Verwirrtheit sowie von Begleiterkrankungen wie chronischen Lungenproblemen, Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion abhängen.

 

„Im Krankenhaus setzen wir die ambulante Therapien fort, beginnen aber darüber hinaus mit einer eingehenden Diagnostik“, erklärt der Lungenspezialist. „Wir versuchen Keime zu identifizieren und erheben im Gespräch mit dem Patienten das persönliche Risikoprofil. Wenn Faktoren wie chronische Bronchitis, langjähriges Rauchen oder beispielsweise eine berufliche Tätigkeit unter Tage vorliegt, wird die Diagnostik großzügig erweitert. Abhängig von den Umständen können Röntgen- oder CT-Untersuchungen, eine Lungenfunktionsprüfung und eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt werden.“

 

In enger Kooperation sind die verschiedenen Abteilungen der Klinik nicht nur in der Lage, die akuten Fälle zu erkennen und zu behandeln, sondern auch die Begleitrisiken einzuschätzen und gegebenenfalls eine erweiterte Diagnostik und Therapie auf den Weg zu bringen. Nicht immer liegen grippeartigen Beschwerden Infekte zugrunde. Vor allem bei chronischen Symptomen wird manchmal eine andere Erkrankung wie eine chronische Bronchitis, eine narbige Veränderung des Lungengewebes oder in seltenen Fällen auch eine Tumorerkrankung entdeckt. Dann leiten wir eine entsprechende Behandlung ein“, erklärt der Oberarzt.

 

Die Grippe-Impfung sollte jeder wahrnehmen, der zu den bekannten Risikogruppen gehört. Aber auch darüber hinaus kann jeder, der sich schützen möchte, bedenkenlos und ohne Angst eine Impfung in Anspruch nehmen. „Im häuslichen und beruflichen Umfeld“, so Thomas Patsis, „schützt man sich in der kalten Jahreszeit am besten vor Infektionen durch geeignete hygienische Maßnahmen. Und das bedeutet vor allem anderen: Hände waschen und immer wieder Hände waschen!“