Pressemeldungen - Archiv

November 2015

Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.
Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.

Darmdivertikel

(12.11.2015) „Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die sich entzünden oder bluten und schmerzhafte Beschwerden hervorrufen können“, erläutert der Gastroenterologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Weil nach Abklingen eines Erkrankungsschubs jederzeit erneut Beschwerden oder Komplikationen auftreten können, muss individuell erwogen werden, ob dem Patienten eine Operation zu empfehlen ist.“

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„Die Erkrankung ist in Deutschland relativ weit verbreitet“, ergänzt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Von den rund 150 operativen Dickdarm-Eingriffen am Kath. Krankenhaus Dortmund-West fallen die Hälfte auf Divertikelbehandlungen. Mit zunehmendem Alter sind immer mehr Menschen betroffen, aber nicht jeder entwickelt Symptome. Unter den 80-Jährigen hat rund die Hälfte Divertikel, aber auch mehr als zehn Prozent der unter 50-Jährigen sind betroffen. Mein jüngster Patient war erst 28 Jahre alt.“

Divertikel entstehen an den „Schwachstellen“, wo Blutgefäße von außen in die Darmwand eintreten. „Wenn Stuhl mit sehr fester Konsistenz durch den Darm getrieben wird“, so die Erklärung von Dr. Kötter, „kann an diesen Stellen Schleimhaut und Bindegewebe nach außen gedrückt werden. Es entwickeln sich Ausstülpungen, die sogenannten Divertikel.“ Je nach Größe und Druckverhältnissen bilden sich in deren Wand Mikrorisse, durch die Bakterien in den Körper eindringen. Die Folge sind Blutungen oder Entzündungen. In komplizierten Fällen wachsen Verbindungen zu umliegenden Geweben und Organen. So kann zum Beispiel ein Durchbruch in die Blase entstehen. Gefährlich wird es, wenn sich das Bauchfell entzündet.

„Bei der Operation wird der betroffene Darmabschnitt über eine Bauchspiegelung entfernt", sagt Dr. Böhner. „Internisten und Chirurgen beraten gemeinsam mit dem Patienten über seine persönliche Risikosituation und geben einen entsprechenden Rat. Ob operiert wird, hängt natürlich auch stark von der Einstellung des Patienten ab. Manch einer ist bereit, weitere Beschwerdeschübe in Kauf zu nehmen. Eine Operation kann die Lebensqualität und die Sicherheit vor erneuten Beschwerden deutlich verbessern.“

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem (re.) und Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein (li.).

Zehn Jahre Entwicklung der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital

(04.11.2015) Im Rahmen einer lokalen Fachtagung berichtete Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein über die Entwicklung und den Ausbau der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel, mit deren Durchführung er vor zehn Jahren betraut wurde. Er übernahm damals eine ambulante Therapieeinrichtung, die wohl mit zu den ersten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland zählte, aber aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen einen überschaubaren Umfang hatte. Seit 2005 gelang es, diesen Umfang stetig auszubauen und auch den stationären Bereich mit einzubeziehen.

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„Es zeigte sich sehr bald, dass in unserem Einzugsgebiet ein hoher Bedarf an schmerztherapeutischer Betreuung vorhanden war, der den Rahmen der zugestandenen Fallzahlen deutlich überstieg. Vor diesem Hintergrund konnte die Zahl der Therapien über die Jahre hinweg deutlich gesteigert werden“, erklärte der Schmerztherapeut im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich seines zehnjährigen schmerztherapeutischen Jubiläums am St. Rochus-Hospital.


In den letzten Jahren ist die Schmerztherapie dank der konsequenten Unterstützung von Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem kontinuierlich ausgebaut worden. Heute gibt es eine offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz, die regen Zuspruch bei den niedergelassenen Ärzten findet. Auf dem Gebiet der Kopfschmerzerkrankungen entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit der Kopfschmerzambulanz der Klinik für Neurologie am Knappschaftskrankenhaus Bergmannsheil in Bochum.


Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Sie wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können. Dazu schuf die Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum eine wichtige Voraussetzung. In zwei Vorträgen von Prof. Dr. med. G. Juckel, Direktor der o. g. Klinik, und von Frau Mag. Meschke-Barth, schmerztherapeutische Psychotherapeutin dieser Einrichtung, wurden die Zusammenhänge zwischen Schmerzerkrankung, Psyche und den sich daraus ergebenden Therapieansätzen dargestellt.


"Wir führen ein komprimiertes, aktivierendes Programm durch, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Das Foto zeigt OA Dr. Marco Sträter

Ballen- und Krallenzehe

(02.11.2015) Füße sind Kunstwerke der Natur. Mehr als zwei Dutzend Knochen und Gelenke mit spezialisierten Muskeln und Sehnen geben ihnen die nötige Stabilität und Beweglichkeit, mit der sie die ganze Last des Körpergewichtes abfangen. „Schwachstellen dieser komplizierten Architektur, die im Laufe des Lebens schmerzhafte Deformationen herbeiführen, können mit guten Erfolgsaussichten operativ korrigiert werden“, erklärt der Leitende Oberarzt Dr. Marco Sträter vom St. Rochus-Hospital.

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Es gibt erstaunlich viele Menschen, die mit verkrümmten Zehen und Schmerzen im Mittelfußbereich leben und aufgrund der Beschwerden Einschränkungen beim Gehen hinnehmen. Das muss nicht sein. Die moderne Fußchirurgie bietet heute Verfahren, Fehlstellungen ohne allzu großen Aufwand so zu korrigieren, dass der Fuß wieder problemlos funktioniert und kosmetisch einwandfrei vorgezeigt werden kann.

Wichtig ist dafür eine angemessene Diagnostik, die die Fehlfunktionen unter Belastung detailliert untersucht. Nur so können die Ursachen im komplizierten Aufbau des Fußes exakt bestimmt werden. Anhand dieser Informationen kann ein Facharzt wie Dr. Sträter mit seinen speziell erworbenen Kenntnissen und seinen Erfahrungen zielgerichtet bestimmte Knochen richten und stabilisieren. „Es kommt sehr darauf an, die Schwachstellen richtig zu erkennen und geeignet zu behandeln“, sagt der zertifizierte Fußchirurg. „Dann sind die langfristigen Erfolgsaussichten sehr gut.“

Fußdeformationen sind chronische Erkrankungen. Das bedeutet, sie werden schlimmer, wenn sie nicht behandelt werden. Betroffene sollten sich möglichst früh mit ihren Beschwerden einem Arzt anvertrauen. „Die Fußchirurgie hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht“, so Dr. Sträter. „Die Patienten sind im Allgemeinen mit den Ergebnissen der Operation sehr zufrieden. Die Beschwerdesymptome verbessern sich erheblich und der Fuß sieht wieder ganz normal aus.“