Pressemeldungen - Archiv

März 2016

Das Foto zeigt die Diabetesberaterin (DDG) Heike Nun-Bötzel

Mit dem Zucker gut leben

(18.03.2016) Diabetes ist ein großes Thema für die stationäre Patientenversorgung. Die Zahl der Betroffenen wächst in unserer älter werdenden Gesellschaft mit ihren veränderten Lebensgewohnheiten. „Am St. Rochus-Hospital sind wir darauf eingestellt, dass die Menschen über ihre akute Erkrankung hinaus häufig eine zusätzliche Diabeteserkrankung mitbringen“, sagt Pflegedirektor Stephan Cichon.

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Die Klinik verfügt über das Basiszertifikat für die diabetologische Versorgung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Unter der Leitung des Diabetologen Chefarzt Dr. Christian Szymanski kümmert sich ein eingespieltes Team um alle zuckerkranken Patienten. Herz und Seele der Expertengruppe ist die Diabetesberaterin Heike Nun-Bötzel, die die Betreuung der Betroffenen koordiniert.

Der Blutzucker wird standardmäßig bei jedem Patient getestet, der in das St. Rochus-Hospital aufgenommen wird. Bei bekannter Diabetes-Erkrankung oder auffallenden Zuckerwerten wird ein Tagesprofil erstellt. Auf dieser Grundlage entscheiden die Ärzte, ob und welche Maßnahmen zur Zuckereinstellung angemessen sind. Die Diabetesberaterin sorgt dann für die Umsetzung. Dabei stehen ihr auf jeder Station zwei diabetologisch geschulte Pflegekräfte zur Seite.

Die Patienten werden über die Erkrankung und ihre Konsequenzen aufgeklärt und beraten. Bei Bedarf und auf Anforderung durch die Ärzte spricht Heike Nun-Bötzel mit ihnen über ihre Krankengeschichte, über Diabeteserkrankungen in der Verwandtschaft sowie über die Lebensumstände und den Alltag des Patienten. „Es kommt uns darauf an, den Patienten so einzustellen, dass er gut und so normal wie möglich mit seinem Diabetes leben kann“, sagt die Diabetesberaterin. „Deshalb erhält er auch im Krankenhaus keine besondere Diät. Wir erwarten keine Umstellung der Ernährung oder der Lebensweise, sondern passen die Medikation an die Verhältnisse des Patienten an.“

Dabei wird natürlich schon darauf hingewiesen, dass Ernährung und Lebensweise einen erheblichen Einfluss auf den Zuckerstatus haben. Wer sich darauf einstellt, kann zum Beispiel von einer Insulintherapie wieder wegkommen. Aber nicht jeder möchte dies und es ist auch nicht jeder dazu in der Lage. Dann erarbeitet das Diabetes-Team eine der individuellen Situation angepasste Therapieform, auf die der Betroffene eingestellt wird.

Intensivmediziner, Kardiologe, Gefäßchirurg und Plastischer Chirurg ergänzen das Diabetes-Team. In enger Zusammenarbeit und interdisziplinärem Austausch haben sie ein Auge auf Vorbeugung, Vermeidung und gegebenenfalls Behandlung der gefährlichen Folgeerkrankungen des Diabetes wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Durchblutungsstörungen, Nervenschädigungen, Stoffwechselentgleisungen und Fußverletzungen.

Das Foto zeigt CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.

Zehn Jahre Darmzentrum Ruhr

(7.3.2016) Seit nunmehr zehn Jahren behandeln die Ärzte des Darmkrebszentrums Ruhr an den integrierten Standorten Kath. Krankenhaus Dortmund-West und St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel Patienten mit Darmkrebs. Insgesamt sind in diesen zehn Jahren rund 3000 Kolonkarzinome und etwa 1000 Rektumkarzinome in dem onkologischen Versorgungsverbund operiert worden.

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„Die die Entwicklung seit 2002 bis heute zeigt, dass die Zahl der Darmkrebsneuerkrankungen sinkt und die Sterblichkeit beim Kolonkarzinom zurückgeht“, berichtet der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Die leicht rückläufige Tendenz führen wir auf die Koloskopie-Vorsorge zurück. Die Patienten kommen vermehrt mit Krankheitsstadien, die noch nicht so weit fortgeschritten sind und mit guten Erfolgsaussichten operiert werden können.“

„Es wird deutlich“, ergänzt Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West, „dass die Vorsorge funktioniert, obwohl nicht alle hingehen. Die Teilnahme liegt bei Frauen nur bei etwa 30 Prozent, bei Männern noch darunter. Dabei haben wir mit der vorsorglichen Darmspiegelung eine Methode an der Hand, um Krebsvorstufen rechtzeitig zu finden und zu entfernen. Viele Darmkrebserkrankungen werden darüber hinaus entdeckt, wenn Patienten aufgrund unklarer Bauchbeschwerden oder eines schlechten Allgemeinzustandes zur Untersuchung ins Krankenhaus eingewiesen werden.“

Das an den Standorten Kath. Krankenhaus Dortmund-West und St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel angesiedelte Darmkrebszentrum ist im vergangenen Herbst erneut rezertifiziert worden. Das bedeutet, dass alle Anforderungen an eine gute Versorgung der Patienten mit unabhängig beurteilten Ergebnissen erfüllt werden. „Die kontinuierliche Arbeit im Darmzentrum zeichnet sich aus“, konstatiert Dr. Böhner. „In der Bevölkerung und bei unseren niedergelassenen Kollegen wird wahrgenommen, dass wir gute Arbeit leisten.“

Die Kliniken der St. Lukas Gesellschaft sind Gründungsmitglieder des Darmzentrums Ruhr, das 2006 als bundesweit erstes Versorgungszentrum dieser Art von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden ist.