Pressemeldungen - Archiv

April 2016

OA Dr. Klaus Kösters

Luftnot?

(18.04.2016) „Das Gefühl, keine Luft zu bekommen ist ausgesprochen beklemmend und angsteinflößend“, weiß Chefarzt Dr. Christian Szymanski von der Klinik für Innere Medizin am St. Rochus-Hospital. „Patienten mit solchen Symptomen sollten nicht lange zögern und zur Untersuchung ins Krankenhaus kommen.“

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„Abgesehen von Fällen wie beispielsweise bei einer starken Erkältung, in denen offensichtlich keine Lebensbedrohung vorliegt“, so Oberarzt Dr. Klaus Kösters, „ist eine unverzügliche Behandlung zur Linderung der Luftnot erforderlich. Gleichzeitig muss von vorneherein nach den Ursachen geforscht werden. Das geht am besten, wenn – wie in unserer Castroper Klinik – viele Spezialisten zusammenarbeiten.“

In der zentralen Notaufnahme am St. Rochus-Hospital stehen nach einer ersten Einschätzung und der Einleitung von Sofortmaßnahmen alle Möglichkeiten für eine umfassende internistische Abklärung der Ursachen zur Verfügung. Je nach Beschwerdelage erfolgen weitere kardiologische, pneumologische, radiologische und labortechnische Untersuchungen.

In seltenen Fällen muss ein Fremdkörper aus der Lunge entfernt werden. Meistens leiden die betroffenen Patienten unter einer Lungen- oder einer Herzerzerkrankung. Für die Diagnose ist es aber wichtig, auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, Blutarmut und viele weitere Erkrankungen in Betracht zu ziehen. Oftmals können die Probleme nach der Akutbehandlung durch die Einnahme von Medikamenten beherrscht werden. Als Tumorzentrum ist das St. Rochus-Hospital aber auch darauf eingestellt, schwer wiegende Erkrankungen schnell zu erkennen und einer adäquaten Therapie zuzuführen.

„In den meisten Fällen können wir die Luftnot weitgehend beheben“, sagt Dr. Kösters. „Wenn die Ursachen behandelt sind, verschwindet sie in vielen Fällen völlig. Umso früher die Patienten kommen, desto leichter wird es in der Regel, ihnen effektiv und nachhaltig zu helfen.“

Das Foto zeigt Oberärztin Heike Maleszka und Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem.

Schmerzbehandlung im Krankenhaus

(18.4.2016) „Operative Eingriffe sind natürlich mit Schmerzen verbunden“, sagt Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem, der Leiter der Intensivmedizin am Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Aber wir wissen in der Regel, welche Schmerzbelastung zu erwarten ist, und können bereits im Vorfeld und während der Operation Maßnahmen einleiten, die den Patienten entlasten und seine Situation erträglich gestalten.“

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„Die Schmerzempfindlichkeit ist eine sehr persönliche Angelegenheit“, weiß Oberärztin Heike Maleszka, die in der Kirchlinder Klink für die Behandlung akuter und chronischer Schmerzen die Verantwortung trägt. „Hinzu kommen individuelle Umstände wie Begleiterkrankungen, vorbestehende Schmerzmedikation, Alter und Mobilität. All diese Faktoren müssen bedacht werden, um dem Patienten im Zusammenhang mit einer Operation Schmerzen so weit wie möglich zu ersparen.“

Die Narkoseärzte und Schmerztherapeuten arbeiten nach festen Standards, die für alle vorkommenden Krankenhausbehandlungen geeignete Konzepte bereitstellen. „Erste Schritte zur Schmerzlinderung erfolgen – meist unbemerkt vom Patienten – schon während oder direkt nach dem operativen Eingriff“, erklärt die Oberärztin. „Das ist für den gesamten Genesungsprozess unverzichtbar“, ergänzt Dr. van Boxem. „Damit stellen wir sicher, dass der Patient schnell wieder auf die Beine kommt. So muss er zum Beispiel nach einem Bauchschnitt möglichst schmerzfrei atmen können, weil sonst das Risiko für Folgekomplikationen wie eine Lungenentzündung steigt. Und ein Patient, der mit einer Gelenkprothese versorgt worden ist, soll seinen Arm oder sein Bein schnell wieder bewegen können, damit das betroffene Gelenk mobil bleibt.“

Schmerztherapie ist kompliziert und muss individuell eingestellt werden. Deshalb muss der Patient manchmal mitarbeiten, um die für ihn richtige Dosis an Schmerzmitteln zu finden. Die Krankenhausärzte sind auf diese Fälle gut eingestellt. „Wir bieten Schmerzmittelpumpen, die die Patienten nach Bedarf selbst kontrollieren können, und stehen nach der Operation bereit, um die Therapie genau anzupassen oder wenn nötig auch umzustellen“, versichert der Chefarzt.

Das Bild zeigt CA Dr. Hinrich Böhner.

Schilddrüse kann in der Regel gut behandelt werden

(4.4.2016) „Erkrankungen der Schilddrüse sind weit verbreitet, aber bösartige Veränderung kommen nur sehr selten vor“, sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Und selbst bei diesen Fällen handelt es sich meistens um differenzierte Schilddrüsenkarzinome, die sehr, sehr gut behandelt werden können.“

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Bei kleineren Tumoren muss nur der betroffene Teil der Schilddrüse entfernt werden. Größere Karzinome werden durch Komplettentfernung der Schilddrüsen in Kombination mit einer Radio-Jod-Behandlung therapiert. „Nicht jeder Knoten muss gleich operiert werden“, betont der Viszeralchirurg. „Bei kleinen Knoten, die nicht wachsen, würden wir eine Operation nur dann in Betracht ziehen, wenn die – fast immer unbegründete – Angst vor dem Krebs für den Patienten offensichtlich eine sehr große psychische Belastung bedeutet.“

Schilddrüsenkrebs kann in jedem Alter auftreten. Mit einem Anteil von ca. 70 Prozent sind Frauen von dieser Krankheit wesentlich häufiger betroffen als Männer. „Wir entscheiden heute viel differenzierter als früher, ob eine Operation nötig ist oder nicht“, sagt Dr. Böhner. Dafür gibt es klar umrissene Kriterien, bei denen der klinische Befund, die Symptome, die Größe und die Funktionalität der Knoten berücksichtigt werden. Auch das Alter des Patienten spielt eine Rolle.

Chirurgen, Internisten, Nuklearmediziner arbeiten eng zusammen, um die klinischen Symptome zu beurteilen. „Falls erforderlich operieren wir schonend und zurückhaltend“, erklärt der Spezialist, der seit fünfzwanzig Jahren das gesamte Spektrum der Schilddrüsenerkrankungen operiert. „Die Standards für Schilddrüsenzentren gewährleisten minimale Komplikationen bei maximaler Überwachung.“