Pressemeldungen - Archiv

Mai 2016

Das Foto zeigt CA Dr. Ralf Kötter

Typ 2-Diabetes: Individuelle Therapie für ein sorgenfreies Leben

(12.05.2015) „Die Patienten mit Diabetes mellitus werden immer jünger“, stellt der Diabetologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West fest. „Die Bezeichnung Altersdiabetes ist deshalb längst irreführend geworden: Unter den Betroffenen finden sich zunehmend junge Erwachsene und sogar Jugendliche.“

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Die Ärzte im Krankenhaus kümmern sich um die medikamentöse Ersteinstellung, die Anpassung bzw. Umstellung bestehender Therapien sowie die Akutversorgung bei Über- oder Unterzuckerung. „Heute kommt es vor allem darauf an, die individuelle Situation des Patienten in Rechnung zu stellen und eine jeweils auf den Einzelfall zugeschnittene Therapie anzubieten“, sagt Dr. Kötter. Dabei werden die Möglichkeiten der Behandlung immer komplexer. Neue Medikamente erlauben individuell abgestimmte Behandlungen, die nachhaltigen Erfolg versprechen und Risiken wie Unterzuckerungen, Herzprobleme, Nervenschädigungen oder Nierenversagen besser kontrollierbar machen.

„Wir beraten mit dem Patienten gemeinsam, welche Strategien zur Vermeidung von Folgeerkrankungen vor dem Hintergrund seiner Lebenssituation, seiner Begleiterkrankungen, seines Alters und seiner Wunschvorstellungen am besten für ihn geeignet sind“, erläutert der Diabetologe. „Es gibt keine Patentrezepte. Wir können je nach Bedarf verschiedene Medikamente oder Medikamentenkombinationen anbieten. Insulingabe ist möglich und kann in unterschiedlichen Darreichungsformen angewendet werden. Es gibt aber auch insulinfreie Therapiemöglichkeiten.“

Die Kirchlinder Klinik ist besonders darauf eingestellt, Patienten zu versorgen, die mit Diabetes oder Diabetes als Begleiterkrankung kommen. Dafür steht mit Chefarzt Dr. Kötter ein von der Deutschen Diabetes Gesellschaft ausgewiesener Experte zur Verfügung. Neben der Diabetesberaterin achten auf jeder Station zwei speziell fortgebildete Krankenschwestern auf die betroffenen Patienten.

CA Dr. Michael Glaßmeyer und Dr. George-Gabriel Jianu

Minimal-invasive Beckenbodenchirurgie

(02.05.2016) „Die Senkung der Gebärmutter, Scheidenvorfall und der oft damit einhergehender Kontrollverlust über Darm und Blase sind weit verbreitete Frauenleiden, die immer noch viel zu oft tabuisiert werden“, sagt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer vom St. Rochus-Hospital. „Dafür gibt es keinen Grund, denn die betroffenen Patientinnen können die verlorene Lebensqualität in vielen Fällen ohne große Belastung mit einer schonenden Operationstechnik zurückgewinnen.“

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„Lange zu warten und das Problem vor sich herzuschieben, ist keine gute Idee“, betont Dr. George-Gabriel Jianu. Der erfahrene Oberarzt ist ein Spezialist für laparoskopische Eingriffe. Bei diesen sogenannten Schlüssellochverfahren werden die Gewebeteile, die ihren Halt im Beckenboden verloren haben, mit endoskopischen Instrumenten über ganz kleine Schnitte in die Bauchdecke wieder dort fixiert, wo sie hingehören. Dabei kommen Kunststoffnetze zum Einsatz, die durch Befestigung am Knochen sicheren Halt bieten.

Der Beckenboden der Frau beherbergt den Dickdarm, die harnproduzierenden und harnableitenden Organe sowie die Geschlechtsorgane. Alle diese Strukturen werden durch einen komplizierten Halteapparat aus Bindegeweben, Bändern, Sehnen und Muskeln in Position gehalten. Im Alter oder in der Folge von schweren Geburten, angeborenen oder erworbenen Bindegewebsschwächen und anderweitigen ungünstigen Umständen lässt die Funktionstüchtigkeit dieser Strukturen nach. Es kommt zur Gebärmuttersenkung, zum Scheidenvorfall und schließlich häufig auch zu einem Kontrollverlust beim Harnabgang.

„Diese Situation wird für die betroffenen Frauen nicht besser, sondern wird mit der Zeit immer schlimmer“, erklärt Dr. Jianu. „Wir untersuchen die Frauen intensiv, um genau herauszufinden, mit welchem Verfahren ihnen am besten geholfen werden kann. Wann immer möglich und sinnvoll setzen wir dabei auf laparoskopische Methoden. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein kurzer stationärer Aufenthalt, eine schonende, wenig verletzende und kaum Narben hinterlassende Operation und eine schnelle Erholungsphase, nach der die Patientinnen meist unbeschwert wieder in ihren Alltag zurückkehren können.“