Pressemeldungen - Archiv

Oktober 2016

Das Bild zeigt die Hygienefachkräfte Silvia Ruhland und Jasmin Kochanski sowie Chefarzt Dr. med. Hinrich Böhner.

Händedesinfektion: Wie man es richtig macht

(19.10.2016) Herbstzeit ist Keimzeit. Grippe und Erkältungskrankheiten haben Hochsaison. Die Hygienefachkräfte der Kath. St. Lukas Gesellschaft nehmen dies zum Anlass und laden zu einer Schulung in Sachen Händehygiene ans St. Rochus-Hospital ein.

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„Händedesinfektion ist das beste Mittel, um die Übertragung von grippalen und viralen Infekten zu verhindern“, sagt die zuständige Mitarbeiterin der Klinik, Silvia Ruhland. „Das hilft aber nur, wenn man es auch richtig macht. Auf die richtige Einreibetechnik kommt es an. Sonst überleben Keime in den schwerer zugänglichen Nischen zwischen den Fingern. Am Aktionstag zeigen wir den Besuchern mit Schwarzlicht, in welchen Ecken sich die Keime verstecken.“

Die Akzeptanz der überall im Krankenhaus präsenten Spender für Desinfektionsmittel hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Regelmäßig nutzten die Besucher sowohl bei der Ankunft als auch beim Verlassen des Hauses die Möglichkeit, sich und andere vor verschleppten Keimen zu schützen. Niemand kann und will sich heute noch damit herausreden, nicht Bescheid zu wissen. Das zeigt sich unter anderem beim Verbrauch von Desinfektionsmitteln, der ständig weiter zunimmt.

Die Schulung der Mitarbeiter in Hygienefragen gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Krankenhausalltag. Auf jeder Station gibt es hygienebeauftragte Mitarbeiter. Spender sind allerorten verfügbar. Zusätzlich können die Mitarbeiter Kittelflaschen verwenden, die es ihnen erlauben, Händedesinfektionsmittel immer bei sich zu haben.

Die Hygienefachkräfte Frau Ruhland und Frau Kochanski freuen sich auf viele Teilnehmer an ihrem Aktionstag „Händedesinfektion – aber richtig“ Er findet am 24.10.2016 um 14:00 Uhr im Konferenzraum 2 des St. Rochus-Hospital statt.

Nach dem Motto „Vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen!“ bekommt jeder, der mitmacht, Kaffee und Kuchen. Dabei zeigen wir mit Videos, wie Keime unsichtbar von Hand zu Hand und von Klinke zu Klinke wandern und sich unbemerkt verbreiten können.

Dr. med. Ralf Kötter

Schluckbeschwerden

(10.10.2016) „Viele Menschen kommen mit Schluckbeschwerden in die Klinik“, berichtet Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Es handelt sich um ein verbreitetes Beschwerdebild, das vielfältige Ursachen haben kann.“

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Die Ärzte der Klinik für Innere Medizin am Kirchlinder Krankenhaus verfügen über die diagnostischen Möglichkeiten und die nötige Erfahrung, um schnell und zielführend festzustellen, was im Einzelfall den reibungslosen Durchgang der Nahrung durch die Speiseröhre verhindert. Engstellen in Folge von Sodbrennen oder Tumorerkrankungen sind dabei eine naheliegende Behinderung, aber bei weitem nicht die einzige in Frage kommende Erkrankung.

Nicht selten leiden Patienten unter Funktionsstörungen. Das kann beispielsweise bedeuten, dass die Peristaltik der Speiseröhrenwand zu stark oder zu schwach ausgeprägt ist. Beides kann den Vortrieb in Richtung Magen erheblich erschweren oder gar unmöglich machen. In anderen Fällen wird die Passage durch eine Funktionsstörung des Schließmuskel blockiert, der am Ende der Speiseröhre das Aufsteigen von Magensäure verhindert.

„Wir schauen bei dem betroffenen Patienten den Schluckvorgang mit Kontrastmittel im Röntgen an. Zudem untersuchen wir endoskopisch, ob wir Veränderungen der Speiseröhre entdecken können“, sagt Dr. Kötter. „In diesem Zusammenhang werden oft auch gleich Gewebeproben entnommen, deren Analyse Hinweise auf äußerlich unauffällige Krankheitsbilder liefern können. Wenn dies nicht zu einem Ergebnis führt, erstellen wir mit einem hochempfindlichen Messgerät ein Profil des Druckaufbaus der Muskulatur in der Speiseröhre. So erhalten wir sehr genaue Informationen über Fehlfunktionen beim Schlucken.“

Oft reagieren die Menschen auf Schluckbeschwerden mit ausweichendem Verhalten. Sie passen ihre Essgewohnheiten an und kommen so eine Weile mit ihrem Problem zurecht. „Das ist aber keine gute Lösung“, betont Dr. Kötter. „Es gibt das Risiko einer ernsthaften Erkrankung, Je eher klar ist, woran der Patient leidet, desto besser kann ihm geholfen werden.“