Pressemeldungen

Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Andrej Ring beim 17. Castroper Mamma-Meeting. Es darf im Zusammenhang mit diesser Pressemeldung frei verwendet werden.

Gynäkologische Krebsbehandlungen: Unvermeidliche Therapiefolgen müssen nicht hingenommen werden!

(11.04.2017) Trotz aller Erleichterung leiden Frauen nach einer überstandenen Krebsbehandlung oft an unvermeidlichen Therapiefolgen. Zu den häufigen Beschwerden gehören geschwollene Arme oder Beine sowie Asymmetrien der Brüste. Durch die enge Kooperation von Gynäkologen und Plastischen Chirurgen kann das St. Rochus-Hospital krebserkrankten Frauen im nahtlosen Anschluss an die Heilbehandlung korrigierende Therapien anbieten, mit denen auch diese Beschwerden überwunden werden können.

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„Probleme mit Lymphödemen in der Folge einer Brustkrebserkrankung sind zwar rückläufig, weil wir in unserem Brustzentrum mit dem sogenannten Wächterlymphknoten-Verfahren in vielen Fällen deutlich weniger radikal operieren können als früher“, erklärt der Frauenarzt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer. „Trotzdem gibt es nach wie vor fortgeschrittene Erkrankungen, bei denen eine größere Zahl von Lymphknoten entfernt werden muss. Bei Formen von Unterleibkrebs wie Gebärmutter-, Eierstock- oder Endometriumkarzinomen kommt das noch viel häufiger vor. Anschließende Chemo- oder Strahlentherapien geben zwar eine größere Sicherheit vor Rückfällen der Krebserkrankung, beeinträchtigen aber die Problematik der gestörten Lymphsituation zusätzlich. Nicht selten müssen Frauen dann in der Folge der Krebsbehandlung mit Schwierigkeiten beim Lymphabfluss in Armen oder Beinen leben.“

„Lymphgefäße sind sehr klein und schwierig zu rekonstruieren“, erläutert der Plastische Chirurg Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring. „Wir verfügen am St. Rochus-Hospital über eine hervorragende Ausstattung mit hochauflösenden Mikroskopen, die es uns erlauben, supermikrochirurgische Verfahren anzubieten. Sehr bewährt hat sich vor allem die Verpflanzung von Lymphknoten aus anderen Körperregionen. Wir können zum Beispiel entbehrliche Lymphknoten aus dem Dünndarm in die Achselhöhle oder die Leistenregion transplantieren, wo sie unter günstigen Bedingungen anwachsen und ein neues Lymphgeflecht ausbilden können. Wenn die Lymphflüssigkeit wieder abfließen kann, gehen die Schwellungen der Gliedmaßen wieder zurück.“

PD Dr. Ring berichtet darüber hinaus, dass er solche Lymphknoten-Transplantationen inzwischen in bestimmten Fällen auch in Kombination mit der Brustrekonstruktion durchführt. So kann eine operationsbedingte Asymmetrie der beiden Brüste in einem Zug mit der Verbesserung der Lymphabflusssituation behoben werden. Der Chefarzt der Plastischen Chirurgie hat seine Möglichkeiten zur Nachbehandlung von krebserkrankten Frauen Ende März auf dem 17. Castroper Mamma-Meeting den teilnehmenden niedergelassenen Ärzten vorgestellt. Betroffene Frauen sollten sich von ihrem Frauenarzt beraten lassen.

OA Dr. Thorsten König, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Konservative Versorgung von akuten und chronischen Rückenpatienten

(20.03.2017) Der Orthopäde und Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Thorsten König hat als Bereichsleiter die Verantwortung für die konservative Therapie von Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen am Kirchlinder Krankenhaus übernommen. Er begleitet Patienten im Rahmen einer Kurzzeitintervention oder einer multimodalen Schmerztherapie von der Vorbesprechung bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung.

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Die stationäre Schmerztherapie ist für Patienten vorgesehen, die nach ausgereizter ambulanter Behandlung weiterhin unter anhaltenden Rückenschmerzen leiden. Angeboten wird ein kurzstationärer Aufenthalt, bei dem die Patienten über fünf Werktage mit rückenmarksnahen und wirbelsäulennahen Infiltrationen, Rückenschule, Bewegungsbädern und Entspannungsverfahren sowie einer Strategie für den kompetenten Umgang mit dem eigenen Schmerz versorgt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer längerfristigen multimodalen Schmerztherapie, in deren Rahmen ein Team aus Orthopädie, Schmerztherapie, Physiotherapie und Psychologie unter Berücksichtigung physiologischer, psychologischer und sozialer Aspekte gemeinsam versucht, geeignete Strategien zur Verminderung und Bewältigung des Schmerzerlebens zu finden.

„Das Ziel einer Behandlung von chronischen Erkrankungen kann nicht Heilung sein, sehr wohl aber Linderung und eine verbesserte Kompetenz im Umgang mit den Beschwerden“, erläutert der Oberarzt. „Wir haben mit unseren Konzepten gute Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil die Patienten mit den Informationen, die sie erhalten, ihre Schmerzproblematik besser verstehen und weil sie von uns Konzepte an die Hand bekommen, wie sie auch nach dem stationären Aufenthalt weiter zurecht kommen können.“

Dr. König arbeitet seit acht Jahren in der Kirchlinder Klinik. Er hat sich von Anfang an mit der konservativen Orthopädie und Schmerztherapie befasst und sie im Verlauf der letzten zwei Jahre zu einem bewährten Schwerpunkt der Klinik weiterentwickelt. Er bietet eine Schmerz-Sprechstunde an, in der betroffene Patienten vorgestellt werden können.

Das Foto zeigt Chefarzt PD Dr. Andrej Ring.

Patienteninfotag im Lensing Carrée: Chirurgische Behandlung von Lymphödemen

(10.03.2017) Die Kath. St. Lukas Gesellschaft informiert gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Lymphödemtherapie am 18.03.2017 im Lensing-Carrée in der Dortmunder Innenstadt über chirurgische Möglichkeiten der Behandlung von Patientinnen, die meist in Folge einer Krebstherapie unter Lymphödemen leiden.

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Im Zuge der Etablierung der neuen Klinik für Plastische Chirurgie hat Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring den bundesweit ersten Arbeitskreis für rekonstruktive Lymphchirurgie und Supermikrochirurgie initiiert, dessen Ziel die Verbreitung und Durchsetzung neuer chirurgischer Verfahren zur Wiederherstellung eines funktionierenden Lymphabflusses aus krankhaft angeschwollenen Gliedmaßen ist.

„Es gibt viele Patientinnen, bei denen im Zuge einer radikalen Tumortherapie Lymphknoten aus der Achselhöhle oder der Leistengegend entfernt werden müssen“, erklärt PD Dr. Ring. „Diese notwendigen Eingriffe können als unerwünschten Nebeneffekt eine Lymphabflussstörung nach sich ziehen, die den betroffenen Frauen zum Teil erhebliche Beschwerden bereitet. Ergänzend zur Kompressionstherapie und der Lymphdrainage können wir diesen Patientinnen heute Verfahren zur Wiederherstellung des Lymphabflusses über das Gefäßsystem sowie die Transplantation von Lymphknoten aus anderen Regionen des Körpers anbieten.“

Neben Lymphödemen können auch sogenannte Lipödeme zum Anschwellen von Gliedmaßen führen. Dabei handelt es sich um nicht durch Diät beeinflussbare Fettverteilungsstörungen, die leider von den Krankenkassen noch nicht als Krankheit anerkannt werden. Trotzdem ist eine Behandlung möglich. Durch das Absaugen des krankhaft veränderten Fettgewebes kann betroffenen Frauen eine deutliche Linderung verschafft werden.

„In Deutschland leiden mindestens zwei Millionen Menschen unter chronischen Lymphödemen, die Zahl der an einem Lipödem Erkrankten dürfte weit höher liegen. Trotz ihrer Verbreitung werden diese Erkrankungen in unserem Gesundheitssystem nach wie vor wie Stiefkinder behandelt“, sagt Dr. Ring. Dass dies nicht so sein muss, darüber soll der Infotag im Lensing-Carrée Betroffene, Physiotherapeuten und interessierte Ärzte in Kenntnis setzen.

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Martin Bauer.

Vollnarkose oft überflüssig

(06.03.2017) „Regionalanästhesie hat viele Vorteile, auf die niemand verzichten sollte, wenn es nicht nötig ist“, sagt Dr. Martin Bauer, der neue Chefarzt der Anästhesiologie am St. Rochus-Hospital. „Wir setzen unter Ultraschall-Kontrolle zielgenaue lokale Betäubungen, die absolute Schmerzfreiheit sicherstellen.“

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Die Vorteile der Reginalanästhesie sind unzweifelhaft: Narkosenebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen werden deutlich reduziert. Die örtliche Betäubung hält über den Eingriff hinaus an, so dass der Patient auch danach in der Regel schmerzfrei bleibt. Die Verweildauer im Aufwachraum verkürzt sich. Der Patient kann rasch nach der Operation zurück auf die Station. Er darf früher essen, trinken und, wenn der Eingriff es zulässt, auch aufstehen.

„Den Patienten kommt es in der Regel nicht darauf an, welches Narkoseverfahren angewendet wird“, berichtet der Chefarzt. „Es geht ihnen vor allen Dingen darum, nichts von einer Operation mitzubekommen. Dafür ist aber keine Vollnarkose erforderlich. Auch bei einer örtlichen Betäubung kann der Patient auf Wunsch jederzeit in Schlaf versetzt werden.“

Die gezielte Blockade bestimmter Nerven wird auch als unterstützende Maßnahme im Rahmen von Vollnarkosen eingesetzt, um postoperativen Schmerzen und typischen Narkose-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. „Uns steht ein hochauflösendes Ultraschallgerät zur Verfügung, ein weiteres Gerät wird im Zuge der Einrichtung der neuen Operationssäle angeschafft“, erklärt Dr. Bauer. „Damit können wir alle modernen Blockade-Techniken vom Hals bis zum Fußgelenk zuverlässig und nebenwirkungsarm durchführen.“

Das Foto zeigt CA Dr. Hinrich Böhner, CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Christian Szymanski.

Darmzentrum für die umfassende viszeralmedizinische Versorgung

(13.02.2017) „Patienten mit Erkrankungen des Bauchraumes profitieren in hohem Maße von einer interdisziplinären Versorgung, bei der Internisten und Chirurgen unterstützt von einer modernen hochauflösenden radiologischen Bildgebung durch die Ärzte im MVZ von Prof. Uhlenbrock gemeinsam über die geeignete Behandlungsform entscheiden“, sagt der Gastroenterologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Darmzentrum am Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

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Vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Krankenhaus-Landschaft fällt der Kath. St. Lukas Gesellschaft heute die verantwortungsvolle Aufgabe zu, für die Menschen im Dortmunder Westen die wohnortnahe stationäre Diagnostik und Therapie bereitzustellen. „Dank der über zehnjährigen Partnerschaft zwischen der Kirchlinder Klinik und dem St. Rochus-Hospital in Castrop sind wir dafür bestens gerüstet“, stellt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner fest, der die standortübergreifende operative Versorgung im Rahmen des Darmzentrums koordiniert.

„Fest etablierte Strukturen und Abläufe wie die zweimal täglichen Visiten auf den Bauchstationen oder die regelmäßigen Tumorkonferenzen stellen sowohl in Kirchlinde als auch in Castrop sicher, dass die Verantwortung für jeden einzelnen Patienten je nach Krankheitsbild gemeinsam von den zuständigen Fachärzten begutachtet und besprochen werden“, erläutert der Castroper Internist Chefarzt Dr. Christian Szymanski. Dabei wird unter anderem entschieden, unter wessen Federführung die Patienten am besten behandelt werden können und ob gegebenenfalls gemeinsam durchgeführte Maßnahmen wie laparoskopisch gestützte Endoskopien oder endoskopisch gestützte Laparoskopien durch geführt werden sollen.

Chefarzt Dr. Kötter erläutert dies an einem Beispiel: „Im März wird unter der Ägide der Felix Burda Stiftung wieder auf die hohe Bedeutung der Darmspiegelung für die Vermeidung und die Früherkennung von Darmkrebs hingewiesen. Bei dieser ambulant von niedergelassenen Ärzten durchgeführten Untersuchung kommen auch schwierige Fälle zur Polypenentfernung vor, die nur im Rahmen der erweiterten Möglichkeiten des Darmzentrums behandelt werden können. Durch unsere eingespielte Kooperation sind wir in der Lage selbst äußerst komplizierte Fälle zu versorgen. Dabei kann der Chirurg den Internisten bei der endoskopischen Polypenabtragung unterstützen, indem er den Darm im Zuge einer Bauchspiegelung verlagert. Darüber hinaus kann er eingreifen, um mögliche Verletzungen unmittelbar zu versorgen.“

„Auch die Abklärung von Leber- und Gallengangserkrankungen bei Gallenblasenentzündungen, Gallengangsteinen oder bei gut- und bösartigen Leberveränderungen profitiert ungemein, wenn die Disziplinen ihre jeweiligen Kompetenzen gemeinsam einbringen“, ergänzt Dr. Szymanski. „Gerade bei Gallensteinen ist die Abstimmung in der zweimal täglichen Bauchvisite ein großer Vorteil, weil sie eine Zweitbesprechung nach der gemeinsam angeforderten Diagnostik noch am selben Tag erlaubt.“

Das Bild zeigt CA Dr. Hinrich Böhner, CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Christian Szymanski.

Das Foto zeigt Prof. Dr. Sevim Çelik, Dr. Nurten Taşdemir und Dr. Zuhal Kunduracilar, der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Hinrich Böhner (li.) und Pflegedirektor Stefan Cichon (3. v. li.).

Besuch aus der Türkei

(03.02.2017) Pflegewissenschaftler und Physiotherapeuten der Bülent Ecevit Universität für Gesundheitswissenschaften haben sich von Ärzten und Mitarbeitern bei einem Rundgang durch das St. Rochus-Hospital über die Versorgungssituation und die Ausbildung von Fachkräften informiert.

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Der stellvertretende Ärztliche Direktor Chefarzt Dr. Hinrich Böhner betonte bei der Begrüßung der hochrangigen Delegation aus Zonguldak, der türkischen Partnerstadt von Castrop-Rauxel, das große Interesse der St. Lukas Gesellschaft an internationalen Kontakten und drückte seine Freude darüber aus, dass die Gäste vom Bosporus das St. Rochus-Hospital für ihre Erkundungen ausgewählt haben.

Die Dekanin der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Sevim Çelik, und ihre Kolleginnen zeigten sich beeindruckt von den modernen Versorgungsstrukturen des Hauses. Sie ließen sich ausführlich das Konzept der zentralen Notaufnahme und die intensiv-medizinische Versorgung erläutern. Große Aufmerksamkeit fand auch das Gesundheitszentrum. Der Rundgang über die Stationen schloss darüber hinaus einen Abstecher in das radiologische MVZ am Krankenhaus ein.

Bild: Das Foto zeigt Prof. Dr. Sevim Çelik, Dr. Nurten Taşdemir und Dr. Zuhal Kunduracilar (die drei Damen im Vordergrund) in Begleitung von führenden Mitarbeitern des St. Rochus-Hospitals bei der Besichtigung der Zentralen Notaufnahme. Darunter der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Hinrich Böhner (li.) und Pflegedirektor Stefan Cichon (3. v. li.).

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner,

Folgenschwerer Stau in den Blutgefäßen der Beine

(30.01.2017) Die Verschlusserkrankung der Beine ist eine häufig unterschätzte Erkrankung, die bei Fortschreiten zur Einschränkung der Gehstrecke oder gar zu Extremitätenverlust führen kann. Die Gefäßspezialisten der beiden Castrop-Rauxeler Krankenhäuser, die Chefärzte Dr. Hinrich Böhner und Dr. Jürgen Jahn, und informieren am 02.02.2017 ab 18 Uhr in den Konferenzräumen des St. Rochus-Hospitals über die weit verbreitete Volkserkrankung.

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„Ursache der Durchblutungsstörung ist die Verkalkung der Schlagadern, die sich bei jedem sechsten Bürger im Laufe des Lebens einstellt und mit zunehmendem Alter voranschreitet“, sagt der Dr. Böhner. „Besonders betroffen sind Raucher mit gesundheitsgefährdenden Werten beim Blutzucker, bei den Blutfetten oder beim Blutdruck."

Die Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit erfordert ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit dem Patienten und verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abgestimmt werden sollte“, erläutert der Gefäßspezialist. „Eine Heilung ist nicht möglich, aber die Verschlechterung der Situation kann erheblich hinausgezögert werden. Ziel ist immer der Beinerhalt, die Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.

"Wir wollen darüber informieren, worauf Betroffene achten müssen und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und interessante Gespräche", sagt Dr. Böhner.

CA Dr. Hinrich Böhner und CA Privatdozent Dr. Klaus Schmidt.

Kirchlinder Klinik sichert die wohnortnahe Versorgung

(05.01.2017) Der intensive Wettbewerb um Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesund­heits­wesen geht auch in Dortmund mit einer Umstrukturierung der Kranken­haus­landschaft einher. Bestand haben nur die Häuser, die sich rechtzeitig auf die veränderten Anforderungen eingestellt haben und eine zeitgemäße Versorgung auf dem neusten Stand der medizinischen Möglichkeiten anbieten können. Für den Dortmunder Westen hat dieser Prozess im Ergebnis dazu geführt, dass die Aufgabe der differenzierten stationären Grund- und Regelversorgung künftig allein von den Ärzten des Kath. Krankenhauses Dortmund-West übernommen und gewährsleistet wird.

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„Der Verlust von stationären Kapazitäten ist zweifelsohne bedauerlich“, stellt der überregional anerkannte Endoprothik-Experte Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt fest. „Es hat aber auch Vorteile, weil es so möglich wird, Kompetenzen im Kath. Krankenhaus Dortmund-West zu bündeln und auf breiter Basis eine erweiterte und qualitativ ständig dem Stand der medizinischen Spezialkenntnisse angepasste Versorgung anbieten zu können.“

Im Verbund der Kath. St. Lukas Gesellschaft und insbesondere im engen Schulterschluss mit der Schwesterklinik St. Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel ist es der Kirchlinder Klinik gelungen, die Weichen frühzeitig auf Modernisierung zu stellen. An beiden Standorten sind in den letzten Jahren komplett neu eingerichtete Notfall- und Diagnostik-Abteilungen in Betrieb genommen worden. Eine umfassende radiologische Diagnostik einschließlich leistungsstarker CT- und MRT Anlagen steht zur Verfügung. „Wir sind heute so gut aufgestellt, dass wir allen Bürgern im Dortmunder Westen eine sehr gute, wohnortnahe Behandlung im Krankenhaus anbieten können“; betont Chefarzt Dr. Hinrich Böhner.

Über die unfallchirurgische Versorgung und die erweiterte orthopädische Behandlung unter der bewährten Leitung von Priv.-Doz. Dr. Schmidt sowie das breite Spektrum von Eingriffen aus der Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und endokrinen Chirurgie unter der Regie von Dr. Böhner hinaus bieten das Darmzentrum und das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung differenzierte und umfassende Therapien für die Bürger im Dortmunder Westen. Die neu etablierte Plastische Chirurgie am St. Rochus-Hospital hat das Behandlungsspektrum noch einmal deutlich erweitert. Mit dem Aufbau neuer Schwerpunkte in der Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie wird dieser Weg im April 2017 unter der Leitung von Chefarzt Dr. Uwe Klapper konsequent weiter beschritten.

Alle Bürger sind herzlich eingeladen, sich von der Leistungsfähigkeit des Kirchlinder Krankenhauses selbst einen Eindruck zu verschaffen. Die nächste Gelegenheit bietet der Patiententag am 21. Januar 2017, an dem in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachärzte am Beispiel der Behandlung von Brustbeschwerden demonstriert wird. Lernen Sie unsere Chefärzte persönlich kennen und besuchen Sie unsere Veranstaltung!

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer

Beckenendlage: Was nun?

(20.12.2016) „Das Vorurteil, eine vaginale Entbindung bei Beckenendlage sei gefährlich, hält sich hartnäckig, ist aber so pauschal völlig unbegründet“, sagt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer vom St. Rochus-Hospital. „Unter Ausschluss bestimmter Risikosituationen ist eine natürliche Geburt nach guter Vorbereitung und in Anwesenheit eines erfahrenen Geburtshelfers genauso unproblematisch wie bei einer Kopflage des Kindes.“

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Die Diagnose Beckenendlage wird ab der 36. Schwangerschaftswoche per Ultraschall gestellt. „Die allermeisten Kinder drehen sich von alleine mit dem Kopf in Richtung Geburtskanal, wenn der Termin der Entbindung näher rückt“, erläutert der Frauenarzt. „Nur bei drei bis fünf Prozent der Schwangerschaften befindet sich das Kind kurz vor der Geburt in einer Position mit dem Po voran.“

Für die vaginale Entbindung bei einer Beckenendlage dürfen die Kinder weder zu groß noch zu klein sein. Bei zu kleinen Kindern ist die Vordehnung des Geburtskanals nicht so ausgeprägt, dass ein Risiko für die Kopfpassage ausgeschlossen werden kann. Bei größeren Kindern mit Gewichten unter neun Pfund und wenn keine mütterlichen Risiken wie schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen, kann jede Frau, die das möchte, ihr Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen.

Die verbreitete Sorge, eine Beckenendlage sei unnatürlich und erfordere grundsätzlich einen Kaiserschnitt, geht auf alte Argumente zurück, die heute nicht mehr haltbar sind. „Wir werden in unserer Klinik dieses Jahr neunhundert Geburten verzeichnen können, zweihundert mehr als noch im vergangenen Jahr“, berichtet Chefarzt Dr. Glaßmeyer. „In weit mehr als der Hälfte der Fälle aller Beckenendlagen können wir den Frauen, die das möchten, mit gutem Gewissen eine vaginale Entbindung empfehlen.“

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Divertikel-Krankheit

(05.12.2016) "Divertikel sind krankhafte Veränderungen an der Darmwand, die mit Entzündungsprozessen einhergehen können. Sie gehören zu den weit verbreiteten Ursachen von Bauchbeschwerden", sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. "Wir beobachten, dass immer öfter auch junge Menschen betroffen sind, bei denen niemand mit Divertikeln rechnet. Zudem stellen wir immer häufiger fest, dass sich die Symptome untypisch verlagern."

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Im Akutfall kann die Erkrankung lebensbedrohlich sein, wie beispielsweise erst vor Kurzem bei einem 28-jährigen Patienten, der bereits mit einer Bauchfellentzündung nach Darmdurchbruch in das Kath. Krankenhaus Dortmund-West kam. Er musste schnell operiert werden. Vorübergehend wurde ein künstlicher Darmausgang gelegt, der inzwischen erfolgreich zurückverlagert werden konnte. In solchen Notfällen ist rasche und kompetente Hilfe lebenswichtig. In der Notaufnahme der Kirchlinder Klinik stehen deshalb immer Fachärzte bereit, um Bauchbeschwerden per Ultraschall, Darmspiegelung oder Computertomographie zu diagnostizieren. Wenn es darauf ankommt, kann jederzeit eine Operation anberaumt werden.

„In den meisten Fällen muss aber nicht sofort operiert werden“, erklärt der Viszeralchirurg. „Vor wenigen Tagen haben wir zum Beispiel einen 39-jährigen Patienten behandelt, der vor sechs Wochen mit Bauchbeschwerden in die Klinik kam. Nachdem eine akute Entzündung als Ursache feststand, konnte er zunächst mit einer Antibiotika-Therapie und einer Ernährungsumstellung nach Hause entlassen werden. Auf unserer Bauchstation werden solche Therapieentscheidungen im interdisziplinären Team getroffen. Internisten und Chirurgen beurteilen die Situation des Patienten gemeinsam und beraten über die beste Therapiestrategie. Als die schwere Entzündung abgeklungen war, konnte der betroffene Darmabschnitt des Patienten dann im Zuge einer Schlüsselloch-Operation entfernt werden. Solche laparoskopischen Eingriffe sind heute die Regel. Es werden nur kleine Schnitte benötigt, die gut und kaum sichtbar verheilen. Die Patienten sind schnell wieder auf den Beinen.“

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zum Notfall kommt. Patienten, die oft unter entzündungsbedingten Bauchbeschwerden leiden, sollten sich beizeiten beraten lassen, ob bei ihnen ein operativer Eingriff sinnvoll ist. Dann kann gegebenenfalls in aller Ruhe der richtige Zeitpunkt geplant werden, um mit einer vergleichsweise wenig belastenden Operation den immer wiederkehrenden Bauchschmerzen ein Ende zu bereiten.