Pressemeldungen - Archiv

August 2015

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Regenerationskünstler Leber

(03.08.2015) Die Leber ist ein sehr großes Organ, das gut nachwächst, wenn Teile davon entfernt werden. "Das bedeutet, dass wir erkrankte Teile des ansonsten gesunden Organs entfernen können, ohne dass dauerhafte Funktionsstörungen eintreten", sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom St. Rochus-Hospital.

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Als Chirurg behandelt er gut- und bösartige Erkrankungen der Leber mit schonenden operativen Verfahren. "Die Lebereingriffe sind ein sehr gutes Beispiel für die eingespielte Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachrichtungen am OP-Tisch", erklärt er. "Die Chirurgen werden dabei von den Internisten unterstützt, die während des Eingriffs Ultraschalluntersuchungen durchführen. So wissen wir sicher, wo sich Blutgefäße verstecken und können Blutungen vermeiden. Außerdem können wir zum Beispiel bei Lebermetastasen genau feststellen, welche Gewebeteile betroffen sind und entfernt werden müssen."


Lebermetastasen können heute erfolgreich behandelt werden. Dazu trägt die optimierte Zusammenarbeit aller beteiligten Fachrichtungen bei. Am St. Rochus-Hospital werden alle Krebsfälle in der Tumorkonferenz gemeinsam besprochen. Hier wird auch festgelegt, in welchen Fällen sich die Heilungschancen eines Patienten durch eine vor- und nachgeschaltete Chemotherapie verbessern lassen. "Gerade bei Lebermetasten können die einzelnen Geschwulste auf diese Weise vor der Operation verkleinert und anschließend besser und zuverlässiger entfernt werden", betont Dr. Böhner.


Am St. Rochus-Hospital können die verschiedenen Veränderungen der Leber mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) sehr genau untersucht werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um auch für komplizierte Fällen die richtige Therapie zu finden.

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Neue Optionen beim Magenkarzinom

(03.07.2015) "Magenkrebs ist nach wie vor eine häufige Erkrankung", sagt Dr. Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 9000 Männer und mehr als 6000 Frauen. Die interdisziplinäre Behandlung nach professionellen Standards der Krebstherapie eröffnet dem Chirurgen neue Therapiemöglichkeiten.

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"Wir behandeln Patienten mit Magenkrebs nach denselben Regeln, die im Rahmen unseres Darmzentrums Darmkrebspatienten zugutekommen", versichert der Chefarzt. Das bedeutet, jeder Fall wird in der Tumorkonferenz von Radiologen, Internisten, Onkologen und Chirurgen beraten. Auf dieser Basis können selbst fortgeschrittene Tumoren mit vor- und nachgeschalteter Chemotherapie operiert werden, solange sie nicht mit dem Bauchfell verwachsen sind.


"Für die meisten Patienten ist dies ein gutes Verfahren, das auch langfristig positive Resultate ermöglicht", bestätigt Dr. Böhner. Magenkrebs gehört leider zu den Krebserkrankungen, die je nach Lage oft erst Beschwerden machen, wenn der Tumor eine gewisse Größe überschreitet. Wichtig ist in enger Zusammenarbeit mit Radiologen und Internisten sicherzustellen, dass wirklich ein Krebs vorliegt und nicht etwa ein Magengeschwür.


"Ohne Operation gibt es keine Heilung", betont Dr. Böhner. Ziel ist es immer, den Krebs einschließlich der beeinträchtigten Lymphknoten vollständig zu entfernen. So weit wie möglich werden dabei Magenteile erhalten. Aber auch ohne Magen kann der Mensch gut leben, wenn er sich von drei täglichen Mahlzeiten auf viele kleine über den ganzen Tag einstellt. Auch sehr alte Menschen können von der Operation profitieren, selbst wenn ihnen die Ernährungsumstellung oft schwer fällt.