Pressemeldungen - Archiv

Dezember 2017

Robotikzentrum am St.-Josefs-Hospital

Interdisziplinäres Robotikzentrum

(21.12.2017) Das St.-Josefs-Hospital in Dortmund installiert einen DaVinci-Roboter der neusten Generation, der interdisziplinär von Viszeralchirurgen, Gynäkologen und Urologen eingesetzt wird. Das Besondere: die Anwendung der Robotertechnik in der Viszeralchirurgie und in der Gynäkologie sowie in interdisziplinärer Zusammenarbeit der am St.-Josefs-Hospital vertretenen Kliniken.

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Die Chefärzte Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. med. Christoph Hemcke, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Dr. med. Oliver Moormann, Klinik für Urologie, stellten das Gerät und ihr Konzept am 19.12.2017 vor Ort im Operationssaal der Presse vor. Die Etablierung der Robotertechnik der neusten Generation ist ein konsequenter Schritt im Rahmen des laparoskopischen Schwerpunktes, in dem unter besten Voraussetzungen und mit Unterstützung einer 3D-Videooptik minimal-invasiv operiert wird. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Behandlung von Patienten in zertifizierten Schwerpunktzentren, insbesondere im Darmzentrum, im Pankreaszentrum, im Prostatazentrum sowie im Endometriosezentrum.

Die Robotertechnik erlaubt es, schwer zugängliche Bereiche im Körperinneren besser zu erreichen als bei einer offenen Operation oder mit Hilfe minimal-invasiver Methoden. Das Gerät arbeitet nicht automatisiert, sondern ist ein Unterstützungssystem, das dem operierenden Arzt eine ferngesteuerte und sensible Führung seiner Instrumente unter besten Sichtbedingungen ermöglicht. Der Eingriff ist weniger belastend für den Patienten, der Heilungsverlauf ist günstiger und er kommt schneller wieder auf die Beine. In der Konsequenz profitiert der Patient von einem kürzeren Aufenthalt in der Klinik.

Die Investition in das Gerät muss vom Krankenhaus erwirtschaftet werden, mehr Geld gibt es dafür im pauschalierten Vergütungssystem nicht. Dennoch kommt die neue Technik allen Patienten zugute, bei denen sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Ein besonderer Vorteil am St.-Josefs-Hospital ist die Möglichkeit gemeinsamer Operationen von Chirurgen, Gynäkologen und Urologen Erkrankungen, die mehrere Organsysteme befallen. So kann z.B. bei Tumor im kleinen Becken mit Befall von Darm, Gebärmutter und Prostata unmittelbar im Team interdisziplinär behandelt werden.

Für das St.-Josefs-Hospital bedeutet die Anschaffung eine wichtige Investition in die Zukunft. Nur wer mit der technischen Entwicklung mithält und zeitgemäße Behandlungsformen für die Patienten etabliert, kann langfristig bestehen. Nicht zuletzt wird mit der Anschaffung des DaVinci-Roboters eine Patientenversorgung auf dem Stand der aktuellen medizinischen Möglichkeiten sichergestellt.

Links zu den Kliniken:

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Klinik für Frauenheilkunde

Klinik für Urologie